Workshops/Exkursion
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WORKSHOP: Homo technicus?
Liens entre le progrés des techniques, celui des sciences et celui de
la société.
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Dans quelle mesure l'homme qui grandit et vit dans une société
technique est-il déterminé par cette derniére? Peut-on
parler d'homo technicus pour désigner l'occidental actuel, de même
que l'on parlerait, par exemple, d'homo mysticus pour désigner le chrétien
du moyen-âge? En quoi ces deux types d'humains différeraient-ils
essentiellement? |
Le développement des sciences et des techniques est-il lié à
l'évolution des sociétés vers des régimes démocratiques?
Ce lien - si il existe - manifeste-t-il quelque chose de plus profond? L'appropriation
du savoir scientifique et technologique par des sociétés vivant
sous d'autres régimes est-elle potentiellement dangereuse? |
À partir de ces questions et d'un court exposé initial comportant
des exemples qui illustrent la pertinence des questions précédentes,
la discussion suivra son cours selon les intérêts et les attentes
des participants. On peut, par exemple, considérer aussi les problémes
suivants: |
Un chercheur qui utilise l'ordinateur comme un outil principal de son travail,
finit-il par se mettre à "penser" selon des schémas
imposés par la machine? Sa liberté de pensée et sa créativité
peuvent-elles se trouver ainsi limitées? |
Pour aborder ces questions, nous pouvons évoquer la théorie du
chaos. Les fondements de cette théorie ont été posés
par Poincaré à l'aide de raisonnements de type analytique (sans
recours à des simulations numériques, impossibles à l'époque).
Aujourd'hui, la plupart des problémes du même type sont traités
à l'aide de simulations numériques. Quelles en peuvent être
les conséquences, notamment sur le plan de la créativité
du chercheur et sur celui de la généralité, et donc des
conséquences pratiques à long terme, de ses résultats? |
WORKSHOP: Geist, Technik, Transhumanismus. Geistige Aspekte der gegenwärtigen Technikentwicklung
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Dott. Roland Benedikter
Institut für Ideengeschichte und Demokratieforschung Innsbruck,
Lehrgang Kulturwissenschaften der Universität Innsbruck,
Mitglied des Lehrkörpers des "Laboratorio Freudiano" Mailand
» rolandbenedikter@yahoo.de |
Inhalt
Der Workshop stellt erstens die Frage nach der Zukunft des menschlichen Geistes
zwischen heutiger Technikentwicklung und "Überwindung des Menschen"
im Transhumanismus. Genauer: nach der Zukunft dessen, was man im Rahmen des
abendländischen Humanismus das "vorsprachlich Menschliche" in
Denken, Fühlen und Wollen genannt hat. Er sucht zweitens nach Hinweisen
darauf, was sich mit der gegenwärtigen Technikentwicklung selbst geistig
vollzieht. |
Anhand praktischer Fallbeispiele, die wir anhand von Videofilmen und Fotos
studieren, versuchen wir eine Anschauung von Schlüsselaspekten der aktuellen
Vorgänge zu entwickeln. Dabei geht es darum, die verschiedenen im Spiel
befindlichen Aspekte, die zum Teil widersprüchliche Entwicklungen für
die Zukunft möglich machen, zu einem möglichst integralen Gesamtbild
zusammenzufügen. |
Im Verlauf des Workshops soll sich durch dieses Verfahren einerseits klären,
was heute unter "Geist" verstanden werden kann (der zum Teil zu Recht,
zum Teil zu Unrecht diskreditierteste und verdrängteste Begriff der heutigen
Universität, auch in der Soziologie). Andererseits soll die Frage thematisiert
werden, welche Art Verwandlung das Wirken der ökonomisierten Technik mit
ihrem heute erstmaligen Eindringen in Kernbereiche des Menschlichen - wie individuelle
Sinnes-Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Denken und Körper - vollzieht, und
ob und in welcher Weise diese Verwandlung als ein evolutorisch-geistiger Impuls
verstanden werden kann. |
Ziel
Es geht um eine gewisse Vertiefung der Technikproblematik. Dabei sollen konkrete
Fakten auf ihre Hintergründe und Wirkungen befragt werden, die von der
gegenwärtigen Logik von Technik und Wirtschaftskultur meist noch zu wenig
beachtet werden. Was geschieht mit dem menschlichen Geist, wenn das Gehirn an
einen Computer angeschlossen wird? Was sieht ein Blinder, in dessen Hinterkopf
ein Kabel hineinläuft, mit dem seine Hirnrinde an eine Videokamera angeschlossen
ist? Und was wird die Zukunft dieser Entwicklung sein? |
Das sind Fragen, die bisher noch kaum in wissenschaftlich begründeter
Weise studiert werden. Für das Studium dieser Fragen steht auch noch kein
angemessenes, meta- und postmaterialistisches Wissenschaftsmodell zur Verfügung.
Um diese Fragen nicht nur angemessen beantworten, sondern überhaupt angemessen
studieren zu können, ist für die kommenden Jahre und Jahrzehnte daher
ein neues, integrales Wissenschaftsmodell nötig, das eine Synthese zwischen
nominalistischen (objektiv faktenorientierten) und realistischen (geistig-humanistischen)
Ansätzen versucht. Es geht heute entscheidend darum, diese Synthese vor
allem auch universitär vorzubereiten und in paradigmatischen Teilen zu
realisieren: die Wissensparadigmata zu erweitern und die Anschauungsformen integraler
zu machen. Das ist auf keine Ideologie beschränkt, sondern ein notwendigerweise
breit anzulegender wissensevolutiver Impuls, der zum Beispiel mit der Integralen
Bewegung und mit verschiedenen zivilgesellschaftlichen Ansätzen zu tun
hat. In vielen Arbeiten jüngerer WissenschaftlerInnen und Studierender
aus Sozialwissenschaften, Naturwissenschaften und Geisteswissenschaften ist
dieser Impuls eines integraleren Wissenschaftsdenkens zu beobachten.Ihn gilt
es aufzugreifen, zu differenzieren und zu entfalten. |
Ablauf
Drei Einheiten. Einleitender ausführlicher Vortrag des Leiters. Danach
Gespräch, unterstützt durch die Arbeit an kurzen Textauszügen,
die ich verteile. Dazu 2 kurze Videofilme (1. über Brut-Experimente an
lebendem weiblichem Torso in Bologna, 2. Martin Heidegger über die Technik)
sowie einige vergrösserte Fotos von aktuellen Gehirn-/Computer-Verbindungen
und prothetischen Experimenten. |
Bemerkung
Ich bin nicht nur sehr gerne bereit, sondern ausdrücklich daran interessiert,
auf die Erwartungen und Wünsche der TeilnehmerInnen einzugehen. Am besten
VOR dem Workshop abstimmen. |
Literatur
Als vorbereitende Literatur empfehle ich:
1. Roland Benedikter (Hg.), Postmaterialismus, Band 6 - Die Globalisierung,
Passagen Verlag Wien 2003 (Bemerkung: Einer der Autoren des Buches, Nicanor
Perlas, erhielt im Oktober den Alternativen Nobelpreis 2003).
2. Roland Benedikter (Hg.), Postmaterialismus, Band 4 - Die Natur, Passagen
Verlag Wien 2003.
3. Roland Benedikter (Hg.), Italienische Technikphilosophie für das 21.
Jahrhundert, Frommann-Holzboog Verlag, Stuttgart 2002.
4. Roland Benedikter, Wer ist der "rettende Gott"? Das Doppelantlitz
der Technik am Beginn des 21. Jahrhunderts, in: Die Drei, 72. Jahrgang, Heft
8-9/2002, Frankfurt am Main 2002, S. 53-74 (siehe auch www.diedrei.org).
5. Roland Benedikter, Begegnung mit dem Vorsitzenden der Ethik-Kommission. Grundmuster
ethischen Denkens in der Gegenwart, in: Die Drei, 72. Jahrgang, Heft 11/2002,
Frankfurt am Main 2002, S. 48-54. |
Von diesen Schriften werden natürlich jeweils nur Auszüge zur Anwendung
kommen, denn es geht um Inspiration und Konzentration mit Genuss, nicht
Erschöpfung. |
WORKSHOP: Eigentumsordnung, technologische Pfadabhängigkeit und "nachhaltige
Entwicklung":
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2. Workshop: eine praktische Anwendung - Eigentumsordnung, agratechnologische
Pfadabhängigkeit und "nachhaltige Entwicklung"
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In einem zweiten Workshop werden die Implikationen dieser theoretischen Einsichten
auf die Möglichkeiten alternativer, auf erneuerbaren Ressourcen basierender
technologischer Orientierungen thematisiert, vor allem am Beispiel der Entwicklung
der Agrartechnologien. |
Die qualitativen Eigenschaften biotischer Ressourcen (wie die Unmöglichkeit
exponentiellen Wachstums, die Unmöglichkeit freier Zeitwahl oder die Unmöglichkeit,
die Produktionskapazitäten voll auszulasten) haben historisch zu Unvereinbarkeiten
mit der Eigentumslogik geführt. Zur Sicherstellung einer minimalen eigenständigen
Versorgung mit Lebensmitteln haben die Industriegesellschaften deshalb die Eigentumslogik
eingeschränkt (landwirtschafliches Erbrecht, Raumplanung, Subventionen)
und soweit möglich, die Industrialisierungstechnologie auf die Landwirtschaft
übertragen, mit den bekannten ambivalenten öko-sozialen Ergebnissen.
Die gegenwärtige Alternative stellt sich zwischen der Weiterentwicklung
komplexer Systeme der biologischer Landwirtschaft oder der neuen Durchsetzung
von Eigentumsinteressen mit Hilfe genetisch veränderter Nahrungsmittel.
Der Film "Mais im Bundeshuus" beleuchtet dieses Dilemma des Homo Sapiens
Technicus. |
WORKSHOP: die spinnen, die menschen!
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Wie tief ist die Technik - Ihre Fortentwicklung und Beherrschung - in der menschlichen
Natur verankert? Wie verändert der Gebrauch von Technik die menschliche
und die nichtmenschliche Natur?
Man/frau stelle sich folgendes Szenario vor: |
In den Katakomben einer Mega-City wird im Jahr 2020 ein grosses, wohlgeordnetes
Lager von kleinen, runden Chitinplättchen entdeckt, die spiralig angeordnet
rätselhafte Ätzspuren aufweisen. Im Jahr 2024 gelingt einer Forscherin
die sensationelle Lösung des Rätsels, und zwar durch die Entschlüsselung
der in einem Satz solcher Plättchen eingravierten Information: Es handelt
sich offenkundig um Teile einer von Spinnen verfassten - und also freilich arachnozentrisch
konzipierten - "Enzyklopädie" über die Geschichte und den
Zustand der menschlichen Zivilisation. |
Schritt 1: an diesem Workshop Interessierte verfassen eigene Textstücke,
die Fragmente aus dieser Enzyklopädie vorstellen sollen. Sie schicken diese
vorab an die Veranstalter, zur Veröffentlichung auf der Homepage des Kolloquiums.
Diese - wohlgemerkt aus Spinnenperspektive verfassten - Texte sollen ausgesuchte
Zitate aus von Menschen verfassten Texten enthalten (mit Quellenangabe) und
kommentierend darauf eingehen. |
Schritt 2: Der Workshop selbst erhält die Form der Beratung in einer wissenschaftlichen
Untersuchungskommission mit dem Auftrag, die einzelnen Textstücke zunächst
auf ihre jeweilige "Echtheit" (Plausibilität) hin zu prüfen,
um sodann die ggf. durch sie gegebenen Aufschlüsse über das Wesen
des Homo sapiens technicus zur Sprache zu bringen.
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EXKURSION: Wege zur Architektur
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Wege zur Architektur
Aus Leidenschaft gesehen durch Temperamente |
Architektur als Metier:
Fokussiert auf Wesentliches und Inhalte
Sehen, was andere übersehen - Dingen auf den Grund gehen
Einblick in herausragende Lösungen
Wichtiges vom Unwichtigen unterscheiden |
Arbeitsfeld einer "Werkstatt":
Atelier WB St. Alban-Vorstadt 80, seit 1970
Architektur - Möbel-Design - Publikationen
Berührungspunkte aus der Welt der Architektur
Plädoyer für schlichte Schönheit
West is East is West als Parallelen |
Aufgabenstellung aktueller Technik:
Büro Ch.B Hirschgässlein 11, BLASERARCHITEKTEN, seit 2002
Inhaber Christian Blaser, Dipl. Architekt M.Arch. IIT SIA
Prozess eines Auftrags bis zur Vollendung
Von der Administration und Arbeitsverteilung zu den Ausführenden
Höhe des Könnens am Bildschirm
Umsetzung des Bauprogramms |
Wohnform aus der Nutzung:
Wohnhaus WB Weichselmattstrasse 22 in Bottmingen, seit 1969
Grundstück, Situierung, Akzeptierung der Gegebenheiten
Materialisierung, Skelettbau als Konstruktionsprinzip
Öffnung nach aussen, Freiheit im Innen
Statements: Schönes als Alltägliches |
Der schweizer Architekt Werner Blaser kam schon während des Studiums mit
Alvar Aalto und Mies van der Rohe in Berührung, deren "strukturelle
Philosophie" ihn ebenso beeinflusste wie wie frühe Kontakte mit der
"klassischen japanischen Architektur". Blaser gilt als massgebender
Vertreter einer architektonischen Richtung, deren Qualitäten primär
in der Logik objektiver Gesetzmässigkeiten gründen. Dies dokumentiert
sich auch in seinen Büchern, die weltweit Beachtung finden und die "objektive
Architektur" dokumentieren. |
Bemerkung: Block 1 findet statt im Arkitekten-Büro St. Alban-Vorstadt
80
Block 2 findet statt in Bottmingen WB Weichselmattstrasse 22
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EXKURSION: Flusskraftwerk Birsfelden
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Eine Führung beinhaltet die Besichtigung des Informationszentrums, eine
Getränkepause und einen Rundgang durch die Anlage (Kommandoraum, Pumpenhaus
und Kühlturm). Das Ganze ist kostenlos und dauert ca. 2.5 Stunden.
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